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17 1/2 Minuten Kalte Wut –
ein Theaterstück über Gewalt an Schulen

Wilde Bühne e.V. Bremen

Eine ganz normale Schule in einer ganz normalen Stadt irgendwo in Deutschland. Schüler, Eltern, Lehrer – niemandem ist etwas aufgefallen. Aber ab heute ist alles anders. Eine ungeheuerliche Tat ist geschehen. 17 ½ Minuten kalte Wut.
Wie konnte es dazu kommen?

Schüler, Eltern, Lehrer und die Polizei beschreiben Paul als unauffälligen Schüler. Sie versuchen zu erklären, was nicht zu erklären ist. In Monologen und Rückblenden wird die alltägliche Gewalt an Schulen sowie Vernachlässigung, Leistungsdruck und Gewalt in den Familien erlebbar.

Mit dem Theaterstück „17 ½ Minuten Kalte Wut“ und der anschließenden Diskussion nähern wir uns den unterschiedlichen Aspekten von Gewalt, wie Gruppendruck, Mobbing, Faszination von Gewalt, Gewaltphantasien, Amoklauf, aber auch den Aspekten von zarten Gefühlen, wie die eigene Zerbrechlichkeit oder die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit.

Dann gehen wir der Fragestellung nach: ,,Was macht mich stark?” und ,,Was brauchen Kinder und Jugendliche, um nicht gewalttätig zu werden?”

Wir hoffen, mit unserem Theaterstück ,,17 ½ Minuten Kalte Wut” neue Sichtweisen auf das Thema Jugendgewalt aufzuzeigen und aktiv zu einer Diskussion darüber beizutragen.

2009 erhielt das Stück den nationalen Förderpreis für den innovativen Ansatz.

Für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren


Prävention mit Musik

Präventionsrat Hildesheim

Die junge Rap- und Hip Hop-Formation MIDNIGHT aus Hildesheim bearbeitet excellent unterschiedliche kriminalpräventive Themen der Prävention in ihren Stücken "Amok" (Gegen Gewalt an Schulen) sowie "Geh mit mir" (Opferschutz) bis hin zum melodischen Liebeslied. Die deutschen Texte zum Nachdenken und Anregen der talentierten und bereits regional preisgekrönten Jugendlichen sind für alle Generationen bestimmt. Zudem vermittelt das jugendlich musikalische Lebensgefühl auch lebenswertes Leben. MIDNIGHT verbindet traditionelle Prävention mit Musik.

Midnight

Für Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahre

„Erste Stunde“
von Jörg Menke-Peitzmeyer – Interaktives Klassenzimmerstück zum Thema Mobbing, Gewalt und Ausgrenzung

Schauspielkollektiv Neues Schauspiel Lüneburg

Inhalt: Das Theaterstück „Erste Stunde“ thematisiert Mobbing und körperliche Gewalt, setzt sich aber direkt mir der Struktur der Gruppe auseinander, vor der gerade gespielt wird, ihrem Gewaltpotenzial, der von ihr ausgehenden Alltagsgewalt und dem leider all zu oft als normal empfundenen Verhältnis von Opfern und Tätern.

Theaterstück: Jürgen Rickert kommt neu in die Klasse.

Diese Situation musste er schon häufig über sich ergehen lassen. Man steht vorne und alle glotzen einen an.

Bisher war er immer der Loser. Der Letzte auf der Bank, das Opfer.

Seine letzte Klasse hatte ihn sogar in der Erdkundevorbereitung eingeschlossen. Eine ganze Nacht lang. Aber Jürgen reicht es, immer einstecken zu müssen. Heute will er den Spieß umdrehen. Er provoziert die Schüler, spricht sie direkt an. „Okay, bringen wir`s hinter uns. Ich gebe euch fünf Minuten…Fünf Minuten, in denen könnt ihr mit mir machen, was ihr wollt.“ Provokant und direkt greift der Klassenzimmer- Monolog mitten in die Gruppendynamik der Klasse ein. Wer schaut weg, lacht mit... Wer reagiert mit Aggression...Die Schüler müssen sich zu dem Neuen verhalten und werden mit ihrer eigenen Lebenswirklichkeit, ihrem eigenen Opfer- und Täterverhalten konfrontiert.

Ein Thema, das im Schulalltag gegenwärtig ist, aber nur schwer verhandelt werden kann.

Für Jugendliche

"Der lange Weg zum Glück" - Ein modernes Musical/ Tanztheater von und mit Flüchtlingen aus Blankenburg

Ibis e. V., Oldenburg

"Der lange Weg zum Glück" ist ein modernes Musical und Tanztheater; entwickelt und gespielt von Flüchtlingen

Inhalt:
Kann man sich vorstellen was es heißt, seine Heimat aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen verlassen zu müssen und dann ungesichert und allein in einem fremden Land zu sein? Kaum - wenn man nicht selbst in diese Situation kommt.

14 Flüchtlinge aus Afrika vermitteln einen Eindruck in ihre Erfahrungen, wie es packender und authentischer nicht sein kann.

Kofi Bernard aus Burundi musste fliehen, sein Dorf fiel einem Überfall zum Opfer. nun gerät er in die Mühlen der Bürokratie Deutschlands, er muss sich in einer neuen Lebensrealität zurechtfinden, - Sprachschwierigkeiten, das Lagerleben, die Paragraphen und Gesetze,..... es ist ein langer Weg zur Anerkennung, die Musik und der Tanz helfen ihm dabei.

Wir lernen Frau Wichert-Schuhmann kennen, sie ist Sachbearbeiterin im Ausländeramt und täglich mit Flüchtlingsschicksalen konfrontiert.

Dann sind da noch 4 Müllmänner. Sie wissen alles über Müll und sammeln erstaunliche Erkenntnisse über globale Zusammenhänge.

Das Projekt leistet einen Beitrag zur politischen Bildung, es vermittelt die politische und menschliche Realität für Flüchtlinge in Deutschland und stellt einen begeisternden, warmherzigen Kontakt zwischen den Kulturen her!

Ab 11 Jahre

Elly und Ingo

ueTheater, Regensburg

Ziel: Aufklärung über Inhalte und Ziele rechtsextremistischen Gedankenguts, kritische Sensibilisierung gegen rechtsextreme Anschauungen und Verhaltensweisen, Thematisierung von möglichen geschichtlichen Parallelen.

Inhalt: Der authentische Lebenslauf eines Neonazis wird dem einer historischen Figur aus der Weimarer Zeit, der Regensburger Lehrerin Elly Maldaque, gegenübergestellt. Obwohl sie für Menschlichkeit und Menschenrechte eintrat, wurde sie 1930 von "Hakenkreuzlern" denunziert und von der bayerischen Schulbehörde fristlos entlassen. Sie verstarb kaum einen Monat später im örtlichen Nervenkrankenhaus. Der Fall erregte deutschlandweit Aufsehen und wurde unter anderem von Ödön von Horváth und Walter Mehring aufgegriffen. Doch noch heute stößt die Erinnerung in Regensburg auf Widerstand.

Handlung: Ingo wurde wegen einer schweren Straftat eingesperrt. Nach anfänglicher Randale geht er die Stationen seines Lebens durch. Elly sitzt in einem Zimmer im Nervenkrankenhaus, kurz nach ihrer gewaltsamen Einlieferung. Auch sie reflektiert ihr Leben. Die beiden Lebenslinien verweben sich. Aktuelle Bezüge werden hergestellt und Lösungsansätze diskutiert.

Organisationsform: Das Stück kommt mit einfachsten Mitteln aus. Als Requisiten genügen zwei Stühle. Es wurde mittlerweile über hundert Mal an verschiedenen bayerischen Schulen aufgeführt.

Ab 14 Jahre


Netz-Dschungel – Neue Medien in Grundschulen

Polizeidirektion Oldenburg / Pädagogische Puppenbühne (PäPP) Delmenhorst

Mit diesem Projekt nimmt sich die Polizeidirektion Oldenburg einem neuen Präventionsthema in der Grundschule an. Den ”Neuen Medien".

Die Nutzer der sogenannten neuen Medien (Handy, PC, Internet) werden von Jahr zu Jahr jünger. Wenngleich viele der jungen Leute uns Erwachsenen im Umgang mit der Technik weit voraus sind, so müssen sie dennoch an einen moderaten Umgang herangeführt werden. Denn besonders im Internet lauern Gefahren, die unsere Kinder noch nicht überblicken können.

Mit unserem Projekt ”www.netz-dschungel.de" bereiten wir Schüler der 3. und 4. Jahrgangsstufe spielerisch auf die Gefahren im Internet vor, so dass sie weitestgehend gefahrlos die durchaus auch positiven Möglichkeiten der neuen Medien sinnvoll nutzen können. Wir schaffen Verständnis dafür, dass ein heutiger Computer nicht nur ein simples Spielgerät, sondern vielmehr ein Kommunikationsmittel ist, welches die Daten in der ganzen Welt verbreitet. Wir vermitteln den Kindern, dass sie keine persönlichen Daten preisgeben sollten. Auch nicht an vermeintliche Freunde. Denn oft weiss man nicht, wer tatsächlich hinter einem Nicknamen steckt. Wer sich als Freund ausgibt, muss noch lange keiner sein. Des weiteren warnen wir davor, dass die einmal im Netz verbreiteten Informationen nie wieder gelöscht werden können.

Ab 9 Jahre


Circophonie - ein Circuscocktail der Zirkusschule Seifenblase und der IGS Flötenteich

Circophonie, eine Show der Zirkusschule Seifenblase und der IGS Flötenteich, verzaubert Jung und Alt. Mit den Elementen Artistik, Tanz und Theater entsteht ein beeindruckendes Zusammenspiel unterschiedlicher Genres. Die ArtistInnen und Artisten sind zwischen 10 und 22 Jahre alt und haben die Nummern selber entwickelt und umgesetzt. Gezeigt werden neben den klassischen Circusdisziplinen Jonglage, Akrobatik und Seiltanz auch die Lufttechniken Trapez und Vertikaltuch, die seit einiger Zeit im Kinder- und Jugendcircusbereich Einzug gehalten haben.

Die Jugendlichen trainieren ein bis drei Mal wöchentlich. Theater- und Körperarbeit ist ein fester Bestandteil in der IGS Flötenteich Schul AG Zirkus und beim Training der Seifenblase. Die jungen ZirkusartistInnen beeindrucken immer wieder durch ihr positives Körper- bzw. Selbstbewusstsein, ihre Bühnenpräsenz und Spielfreude.

Circus ist Prävention pur, es ist Gesundheitsprävention und fördert die soziale Integration.

Nur zusammen gelingen die Techniken: wenn die Pyramide unten nicht stabil ist, wird sie zusammenbrechen. Alle Gruppenmitglieder müssen gut zusammen trainieren, d.h. Spaß daran haben, gemeinsam etwas zu leisten, an ihren Stärken und Schwächen zielgerichtet arbeiten und "sich gegenseitig aufbauen". Konflikte müssen konstruktiv gelöst werden, um auf der Bühne harmonisch Kunststücke präsentieren zu können.

Für alle Altersgruppen



Nimm die Hand da weg! Ein Klassenzimmer-Theater zur
Prävention gegen sexuellen Missbrauch von Kindern

ParaVida, Institut für angewandte Gewaltprävention

Das ParaVida Präventionstheater kommt mit seinen entsprechenden Themen in die Schulklasse. Die Kinder bleiben im vertrauten Bereich ihrer Umgebung und doch kommt etwas Neues und Spannendes zu ihnen. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Bühnenstücke von ca. 30 Minuten Länge. Es werden keine Hilfsmittel benötigt.

NIMM DIE HAND DA WEG!

Ein Klassenzimmer-Theater zur Prävention gegen sexuellen Missbrauch von Kindern

Das Stück handelt von einem Vater, der in einem Wechselspiel der Gefühle, von lustig über hilflos, bis hin zu aufheiternd oder traurig, von den Veränderungen seines Sohnes erzählt und von seinem erfolglosen Bemühen, zu erfahren warum der Junge plötzlich so schweigsam und zurückgezogen ist. Schließlich gelingt es den beiden, die Sprachlosigkeit und die große Scham zu überwinden. Vater und Sohn können reden…(empfohlen ab der 2. Klasse)

Über den Schauspieler:
Josef Hofmann ist Schauspieler und Theaterpädagoge, Ausbildung an der Hochschule der Künste, Berlin. Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit an Theaterhäusern und bei Film und Fernsehen ist er auch immer wieder im Kinder- und Jugendtheater zusehen. Zuletzt als Glatzen-Per bei Ronja Räubertochter am Mannheimer Nationaltheater.

Ab 8 Jahre



Rockmusik Schulband „Provisorisch!“

Herbartgymnasium Oldenburg

Für alle Altersgruppen



Passt oder passt nicht

Kuringa Wedding, Berlin, Regie: Bárbara Santos

Bänker, Erzieherinnen, Ministerpräsidenten und Ministerinnen zerbrechen sich die Köpfe und besetzen den öffentlichen Raum mit ihren Reden über Integration im heutigen Deutschland. Jetzt ergreifen junge Berliner/innen das Wort und erklimmen die Bühne, um auszudrücken, was sie darüber denken und um neue Räume für eine Diskussion zu erobern, an der alle teilnehmen können.

Premiere: 1. Dezember 2010, Berlin-Wedding

Samir ist einer dieser jungen Berliner, Sohn von Einwanderern, geboren im Wedding, der täglich mit Problemen aufgrund seines Äußeren konfrontiert wird, dass ihn in den Augen vieler als “Ausländer” klassifiziert. Der Junge fragt sich, welche Beziehung er zu dem Land hat, in dem er geboren ist und nun schon 16 Jahre lebt. Die Diskussionen über Integration und die Zukunft Deutschlands verlassen die Zeitungsseiten und Fernsehbildschirme und erscheinen mitten im Klassenzimmer, neue Fragen mit sich bringend, für Samir, seine Kollegen und während der Forumsession auch für das Publikum.

Das Forumtheater ist die Repräsentation eines realen Problems, aufgeführt als offene Frage an das Publikum, welches im Anschluss eingeladen ist, die Bühne zu betreten und konkrete Alternativen zur Veränderung der inszenierten Realität auszuprobieren.

Ab 14 Jahre



mystory Rap

Förderverein Süd / Hauptschule Kreyenbrück

mystory sind jugendliche Rapper mit Migrationshintergrund aus dem Oldenburger Stadtteil Kreyenbrück.

Rap (Sprechgesang), ist seinen Ursprüngen nach eine afroamerikanische Jugend- und Kulturbewegung, die, aus den Gettos stammend, in ihrem sozialen Umfeld nach anderen Ausdrucksmitteln als denen der Gewalt gesucht haben. Hier knüpft die soziale Wirklichkeit der Jugendlichen in Kreyenbrück an.

Angesprochen sind sowohl Jugendliche, mit oder ohne Migrationshintergrund, die schon über Erfahrungen im Rap verfügen, als auch die, die gerne einmal ausprobieren möchten Texte zu schreiben, aufzunehmen und sich auf der Bühne zu präsentieren.

Die Vielfalt der Texte umfasst alles, was Jugendliche interessiert.

Sie schreiben Liebestracks, berichten von den Krisen in ihrer Heimat und das Dilemma, in dem sie stecken, in zweierlei Welten zu leben. Sie kritisieren ihre gesellschaftliche Realität, als Außenseiter dazustehen, sie idealisieren ihre eigene Art und Weise damit umzugehen, berichten von ihren Gesetzen auf der Straße, ihrer Moral, ihren Träumen, Hoffnungen, Glauben, Zweifeln, - kurz alles was Jugendliche bewegt.

Die Gruppe umfasst einen Stamm von ca.14 Jugendlichen im Alter von 13 bis 21 Jahren, sie treten als Einzelinterpreten aber auch als Formationen mit bis zu 5 Akteuren auf.

Für Jugendliche



X-Vision - RAP mit Jugendlichen
aus dem Quartier Laerheide/Hustadt in Bochum

Polizeipräsidium Bochum

Die Dienststelle Kriminalprävention/Opferschutz des PP Bochum installierte im Jahre 2004 den „Arbeitskreis Städtebauliche Kriminalprävention“ (Polizei, Stadt Bochum, Immobiliengesellschaft)

Ziel dieses AK ist es,  gemeinsam durch städtebaulich kriminalpräventive Konzepte, diverse Hochhaussiedlungen aus den 70 er Jahren im Stadtgebiet Bochum attraktiver zu machen, das Sicherheitsgefühl der Bürger zu erhöhen und Straftaten im öffentlichen Raum einzudämmen.

Mit dem „Modellprojekt Sonnenleite“ begann der AK 2005 seine Arbeit und wurde 2008 dafür mit dem „Landespreis für Innere Sicherheit“ ausgezeichnet.

Seit Mai 2009 Bochum beschäftigt sich der AK mit dem Projekt Laerheide/ Hustadt.
Hierbei handelt es sich um ein Wohngebiet unweit des Universitätsgeländes der Ruhr-Universität-Bochum. Besitzer ist die dänische Tower Group.

Das Wohngebiet aus den 70er Jahren wurde völlig desolat von der Tower Group  übernommen. Dunkle Ecken, verschmutzte öde Fassaden, Unrat und Schmutz auf öffentlichen Wegen und Plätzen, Graffitis an Hauswänden, verwilderter Grünbestand, hohe Leerstände, hoher Anteil von Sozialmietern, meist mit Migrationshintergrund, Unsicherheitsgefühle der Einwohner pp. kennzeichnen die klassischen Probleme dieses Quartiers.

Als Teilprojekt dieses städtebaulich kriminalpräventiven Projektes wird der AK nun mit Kindern und Jugendlichen aus dem Wohngebiet ein RAP-Projekt durchführen, um die Kinder/Jugendlichen in sinnvolle Aktivitäten einzubinden.

Es wird durch das Jugendamt der Stadt Bochum und die Tower Group finanziert. Die Firma X-Vision bildet die Kinder und Jugendlichen in Tanz und Gesang aus.

Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre



"Time out"

Ein Theaterstück des Berliner Tschechow-Theaters vom Kulturring in Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Johann-Julius-Hecker-Schule

Das Musik-Theaterstück „Time out“ zum Thema Mobbing wurde gemeinsam mit Schülern der 9. und 10. Klassen an der Johann-Julius-Hecker-Oberschule aus Berlin-Marzahn entwickelt. Die Leiterin des Berliner Tschechow-Theater Dr. Alena Gawron und der Theaterpädagoge Sven Zankl haben nur die Idee des Theaterstückes vorgestellt und einige Anregungen zu einzelnen Szenen gegeben, die Texte entwickelten die Schüler. Der Titelsong wurde von zwei deutsch-russischen HipHop Räppern Andreas Bannikov und Sven Wagner - ebenfalls gemeinsam mit den Schülern - entwickelt und wird von den Schülern auch selbst gesungen und performed.

Mobbing ist eine Gewaltform die in den vergangenen Jahren zunehmend auch in Schulen in den Blick der öffentlichen Aufmerksamkeit geriet. Oft fühlen sich die Opfer hilflos und allein gelassen, die Täter hingegen mächtig und in ihrem Tun bestätigt und ermutigt, weil niemand frühzeitig dagegen einschreitet oder Mobbing als solches erst gar nicht erkannt wird.

In diesem Stück werden Ängste, Hilflosigkeit und Ohnmachtgefühle, ebenso wie Wut, Frust und Gleichgültigkeit in den einzelnen Szenen durch die „inneren Monologe“ der Jugendlichen mit unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft verbalisiert und untereinander gehört, so dass daraus Dialoge zwischen den Einzelnen entstehen, die zu einer anderen Haltung, zu mehr „Zivilcourage“ und insbesondere auch zu mehr verantwortungsvollem Handeln anregen sollen.

Berliner Tschechow-Theater vom Kulturring in Berlin e.V. pflegt seit mehreren Jahren Kontakte zu den Marzahner Grund- und Oberschulen sowie zu dem Präventionsbeauftragten der Polizeidirektion 6 und unterstützt mit verschiedenen Theaterprojekten die Präventionsarbeit gegen Gewalt und Mobbing. Das Theater wurde 2002 im Marzahn Nordwest gegründet und wird aus dem Programm „Soziale Stadt“ gefördert.

Für Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren


"Eigentlich wollte ich fliegen"

Ein Theaterstück für Kinder und Jugendliche zum Thema Gewaltprävention Theater EUKITEA gGmbH, Berlin

Das gewaltpräventive Theaterstück "Eigentlich wollte ich fliegen" greift ein brandaktuelles Thema auf. Es erzählt die Geschichte einer Erpressung auf dem Schulweg aus der Perspektive der Kinder und sucht gemeinsam mit den jungen Zuschauern einen Ausweg aus der Gewaltspirale.

„Das ist meine Straße! Wenn du hier entlang gehen willst, musst du mir zwei Euro geben! Sonst schneide ich dir einen Finger ab!“ Mit diesen Worten droht Robert seinem Mitschüler Thomas nach der Schule. Zuhause will Thomas seiner Mutter von seinem bedrohlichen Erlebnis erzählen. Aber sie hört ihm einfach nicht zu und tut seine Geschichte als Phantasieprodukt eines Kindes ab. „Kennt ihr das auch? Ihr wollt euren Eltern etwas ganz wichtiges erzählen, aber sie hören euch einfach nicht zu?“

Das interaktive Stück vermittelt ganz unmittelbar die Ängste und Nöte der beiden Hauptfiguren. Es wirft auch einen Blick hinter Roberts coole Fassade, der sich nur als Gewalttäter stark fühlt, den zuhause und in der Schule aber nur Einsamkeit, Frust und Langeweile erwarten. So lösen sich im Verlaufe des Stückes die Fronten von Täter und Opfer, von Gut und Böse langsam auf und bei den Zuschauern wächst der Wunsch nach Versöhnung und Freundschaft. Aber wie kann das gehen?

EUKITEA bietet zusätzlich gewaltpräventive Theaterworkshops für Kinder und Lehrerfortbildungen zur Gewaltprävention mit theaterpädagogischen Mitteln an.

Für Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren

„Die andere Seite“

Theater zur Prävention von Gewaltexzessen – Galli Theater, Wiesbaden

Zum Theaterstück
"Die andere Seite" begleitet die Verarbeitung schwieriger gesellschaftlicher Prozesse. Das Theaterstück gibt den Zuschauern die Möglichkeit, während der Aufführung ins Theatergeschehen einzugreifen und bietet eine Diskussionsrunde nach der Aufführung. Ein Theaterstück, das wirkliche Fragen stellt. Es wird eine Ebene berührt, die bislang in der öffentlichen Diskussion vollständig ausgeklammert wurde: Das seelische Erleben.

Das Stück regt an, darüber nachzudenken, welche Möglichkeiten alle Beteiligten haben, anders und früher zu reagieren. Das Stück und das interaktive Spiel ermöglicht es allen Beteiligten, sich im Spiel in den anderen hineinzufühlen.

Inhalt
Ein junger Amokläufer wacht nach seiner Tat auf. Er befindet sich im "Zwischenreich", dem Ort, an dem über die Taten der Menschen gerichtet wird. Neben ihm stehen zwei Engel, seine Verteidigerin und sein Ankläger. In einer Gerichtsverhandlung wird darüber gesprochen, was mit der Seele dieses Menschen geschehen soll. Die Anklage lautet: „Du hast gegen ein Kosmisches Gesetz verstoßen, kein Mensch hat das Recht zu töten, auch nicht im Krieg." Die Argumente des Amokläufers – z .B. „Ich war einsam und verzweifelt!", „Mein Vater hat mich nicht verstanden!" - beeindrucken den Ankläger nicht: „Gott wird richten!" Nun beginnt der interaktive Teil des Stückes...

Für Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren

Präventionsprojekt "Geheimsache Igel"

Präventionstheater für Kindergarten und Grundschule, Berlin

Im Jahr 1998 konzipierten der Schauspieler, Autor und Regisseur Olaf Krätke und der Leiter der Kulturwerkstatt Kaufbeuren, Thomas Garmatsch, auf Initiative des Rotary Clubs Kaufbeuren ein Gewaltpräventionsprojekt für Kindergärten und Grundschulen (bis einschließlich zur 4. Klasse) und nannten es "Geheimsache Igel".

Kern des Projektes ist ein Theaterstück, das Olaf Krätke und Thomas Garmatsch gemeinsam schrieben, und das in pädagogischen Einrichtungen vor Klassen und Kindergartengruppen gespielt wird. Anschließend führen die Schauspieler mit den Kindern ein Gespräch zum Thema.

In den vergangenen 10 Jahren wurden mehr als 1500 Vorstellungen des Stückes erfolgreich aufgeführt. Seit Herbst 2009 wird das Projekt auch in Berlin angeboten.

"Geheimsache Igel" bringt Kindern altersspezifisch die Problematik der Gewalt in allen Ausprägungen näher und öffnet und sensibilisiert sie dabei eindrucksvoll für dieses Thema.

Zu den Unterstützern des Projektes gehören u. a. Wolfgang Krebs (Kabarettist), Waldemar Kobus (Schauspieler z. B. in "Wickie und die starken Männer"), Frau Dr. Irene Epple-Waigel und TV-Moderator Jörg Pilawa.

2010 wird der bundesweit operierende Förderverein „Geheimsache Igel“ gegründet, der u. a. pädagogischen Einrichtungen die Finanzierung und damit die Durchführung des Gewaltpräventionsprojektes ermöglichen und erleichtern soll.

Für Kindergärten und Grundschulen

"Mit Musik und Tanz für Toleranz"

Ein musisch-kulturelles Programm von Schülerinnen und Schülern der "Schule an der Lindenallee" (Förderschule Lb), Berlin
Wir verfügen über ein musisch-kulturelles Programm, das folgende Elemente beinhaltet:

  • Flöten ausgewählter Lieder, zum Thema Prävention
  • Tanzstücke
  • Gesang, Lieder mit Aufruf zu Freundschaft und Toleranz

Wir sind eine Förderschule im LK Wittenberg. Seit 10 Jahren pflegen wir eine äußerst intensive Präventionsarbeit in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei Sachsen-Anhalt, Bereich Magdeburg. Jährlich führen alle Klassen Veranstaltungen zum Thema Prävention durch. Wir pflegen eine sehr enge Zusammenarbeit mit Polizei, Hundeschule, DRK, Dt. Bahn AG, usw. In Würdigung dieser 10jährigen Arbeit führten wir im Oktober 2009 eine Präventionswoche durch, deren Höhepunkt u. a. ein tolles Programm war.

Für jüngere Schulkinder, aber auch für Erwachsene


Gewaltfrei Lernen - Konfliktfähigkeit in Bewegung trainieren

Förderverein Gewaltfrei lernen e. V., Köln

Menschen lernen am besten in Bewegung! Auf dieser Erkenntnis basiert die Gewaltfrei Lernen Konfliktschulung, die Schülern, Eltern, Lehrern und Betreuern den Umgang mit den alltäglichen Konflikten unter Kindern und Jugendlichen erleichtert. Dabei wendet sich Gewaltfrei Lernen mit unterschiedlichen Bausteinen an alle am Bildungsprozess Beteiligten.

Das Konzept setzt sowohl in den Schülerkursen wie auch in Fortbildungen für Lehrer und Betreuer auf bewegungsreiche Unterrichtseinheiten. Durch spezifische Spiele und Übungen verbessern Schüler ihre Teamfähigkeit, Selbstbehauptung und Sprachfertigkeiten. Sie lernen, die häufigsten Konflikte ohne jegliche Form der Gewaltanwendung zu lösen! Auch Eltern werden in Ihrer Erziehung mit zahlreichen Tipps unterstützt.

Der Unterricht baut immer auf drei Säulen auf:

  • Bewegungsspiele: Spielerisch werden Kräfte gemessen, Fairness-Regeln eingeübt und Werte vermittelt, eine selbstsichere Körperhaltung geschult, Teamfähigkeit und Empathie gefördert.
  • Spezifische Körperreaktionen: Viele Übungen zeigen Schülern, wie sie sich gewaltfrei einer Situation körperlicher Bedrängnis entziehen und sich wortstark schützen.
  • Zwischen den einzelnen Phasen spielerischer Bewegung erarbeiten die Schüler in Rollenspielen und Gesprächskreisen ein Handlungsrepertoire, mit dem es gelingt, ihre typischen Konflikte des Schulalltags zu lösen.

Für Schülerinnen und Schüler ab dem Grundschulalter


"Bruutox - oder - Held in Not"

Ein Stück des Heilbronner Kinder- und Jugendtheaters Radelrutsch zum Thema "Faszination von Computerspielen", Heilbronn

Das Heilbronner Kinder- und Jugendtheater "Radelrutsch" entwickelte mit Unterstützung des Jugenddezernates der Kripo Heilbronn ein Theaterstück für Kinder der Schulklassen 3-6 zum Thema Faszination von Computerspielen.

Durch das Jugenddezernat werden in diesem Zusammenhang Elternabende und Schülerworkshops für die Klassenstufen 7-9 angeboten, in welchem auf die Gefahren des Internets hingewiesen wird. Das Theaterstück, die Elternabende und die Workshops mit den Schülern werden als "Paket" angeboten. Dieses Projekt bündelt somit die 3 Elemente Nachhaltigkeit, Zielgruppenorientiertheit und Aktualität und erfüllt dadurch die grundsätzlichen Anforderungen an ein Präventionsprojekt

Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 6

„Ich werde es sagen!"

Monolog nach dem gleichnamigen Roman von Kristian Ditlev Jensen
theaterpädagogische werkstatt gGmbH, Osnabrück

Jungen als Opfer sexueller Gewalt

Es geht um Pädosexualität, um Kristian, der dieser Gewalt ausgesetzt ist und sich erst 20 Jahre später in der Lage sieht, sein Schweigen zu brechen. Kristian erzählt von sich selbst, von seiner Kindheit, die keine war. Er erzählt von Gustav, seinem Peiniger, der ihn drei Jahre lang physisch und psychisch missbraucht hat. Als der Missbrauch beginnt, ist Kristian 9 Jahre alt.

Man sieht einen Raum, einen Stuhl. Man sieht einen Mann und ein Foto aus Kindertagen. Ein kleines, in Zeitungspapier gewickeltes Paket. So beginnt es. Dann sagt der Mann Sätze wie: „Ich war ein schrecklicher Mensch.“ „Ich war schuld.“

Ein Monolog. Er handelt von Ekel und Selbstmord, von zarter Verliebtheit und Gewalt, von Autorität und Rebellion, von Inseln der Geborgenheit und Wut. Der Mann ist dabei zugleich das Kind, das Kind zugleich der Mann. Ein Opfer klagt an.

Trotz der harten Thematik macht das Stück vor allem Hoffnung. Denn die Hoffnung ist es, durch die Kristian sich am Ende aus seiner Hilflosigkeit befreien kann - die Hoffnung auf eine anständigere, eine humanere, eine gewaltlosere Welt.

„Ich werde es sagen“ ist, bei aller Tragik, ein Stück, das den Zuschauern Auswege zeigt, Hilfestellungen gibt. Wenn Kristian am Ende kein Opfer mehr ist, dann hat er sich befreit, indem er seine Stimme erhebt. Und „Ich werde es sagen“ zeigt, dass dies zwar Überwindung erfordert - aber keinen Übermenschen.
Eine Kooperation mit Dunkelziffer e.V.

Kontakt:
theaterpädagogische werkstatt gGmbH
Lange Straße 15 / 17, 49080 Osnabrück
Tel.: 0541-58054630
Fax.: 0541-580546333
Webseite: www.tpw-osnabrueck.de

„Klara und Abbas“

Ein Theaterstück zum Thema Integration, interkulturelle Kompetenz, Toleranz
Schauspielkollektiv- Neues Schauspiel Lüneburg

Thema Integration, Migration und Toleranz

Klara und Abbas von Hussein Al- Mozany

Al-Mozany beschreibt in seinem Jugendstück die Liebesgeschichte der 19jährigen Klara und des 22jährigen Abbas.

Die Deutsche und der Studienabbrecher libanesischer Herkunft, der als Aushilfe im väterlichen Imbiss-Laden jobbt, verlieben sich.

Das Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer: Klara wird schwanger.

Die Liebesbeziehung wird zu einer tickenden Zeitbombe, hinter jedem Gedanken lauert ein Abgrund.

Es beginnt eine brisante Auseinandersetzung über Vorurteile gegenüber der „anderen“ Kultur auf dem schmalen Grad zwischen Tragik und Komik.

Die Situation eskaliert, als Abbas‘ Familie von Klara verlangt, zum Islam überzutreten…

„Klara und Abbas“ wurde durch das Bundesprogramm „VIELFALT TUT GUT- Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie- gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ gefördert.

Kontakt:
Schauspielkollektiv - Neues Schauspiel Lüneburg
Waagestr. 1 b
21335 Lüneburg
Tel.: 04131-989875
Webseite: www.theater-praevention.de

„Polizei einmal anders - musikalische Arbeit mit Schülern“

Polizeimusikkorps Niedersachsen

Seit 1999 führt das Polizeimusikkorps Niedersachsen an niedersächsischen Schulen Workshops durch. Per dato wurden 160 solcher Veranstaltungen landesweit umgesetzt. Dabei wurden ca. 22.000 SchülerInnen mit der Botschaft erreicht: Polizei einmal anders - Tuba und Posaune statt Dienstpistole und Handschelle.

Hauptzielgruppe sind SchülerInnen der 3. und 4. Klassen der Grundschulen. In dem gut einstündigen Programm werden Elemente des schulischen Musikunterrichtes spielerisch und unterhaltsam mit aktuellen Aspekten der polizeilichen Kriminalprävention verbunden, z. B. Gewalt an Schulen , Sicherheit im Netz.

Dabei wird explizit Werbung für das Internetangebot der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes für Kinder und Jugendliche unter www.time4teen gemacht.

Kontakt:
Polizeimusikkorps Niedersachsen
Am Welfenplatz 2
30161 Hannover
Tel.: 0511 - 1096943
Fax.: 0511 - 1096950
Webseite: www.polizei.niedersachsen.de/pmk


Bläserklassen der St. Augustinus-/Albertus-Magnus-Schule
Haupt- und Realschule

Bläserklassen der Haupt-und Realschule Albert-Magnus-Schule in Hildesheim im Rahmen des Aktionsprogramms Hauptsache:Musik

Am 5. Juli 2008 war die Bläserklasse der Haupt-und Realschule Albert-Magnus-Schule mit über 3300 Kindern und Jugendlichen aus ganz Niedersachsen beim
5. Niedersächsischen Bläserklassentag in Hildesheim zu hören. 120 Klassen-ensembles und Big Bands gaben auf 10 Bühnen im gesamten Innenstadtbereich Hildesheims ein 20-minütiges Konzert, zeigten oft schon erstaunliches Leistungs-vermögen und haben zum spektakulären Abschluss beim traditionellen XXL-Konzert am Hildesheimer Dom alle gemeinsam gespielt.

Wie erfolgreich der Klassenmusizierunterricht und wie fruchtbar die Kooperation zwischen allgemein bildenden Schulen und Musikschulen sein kann, zeigen die Bläserklassen.

Startete 1996 die erste niedersächsische Schule in Hemmingen bei Hannover, so wurden in den vergangenen Jahren an über 120 Schulen ca. 500 Bläserklassen aufgebaut und auf diese Weise mehr als 20.000 Schülerinnen und Schüler quali-fiziert an das Spielen eines Orchesterblasinstrumentes herangeführt. Die meisten dieser Kinder hätten ohne dieses besondere Programm nie das Musizieren auf einem Saxophon, einer Klarinette, einer Querflöte, einer Trompete, Posaune oder Tuba erlernt.

Kontakt:
Haupt- und Realschule St. Augustinus/Albert-Magnus-Schule
Treibestr. 2
31134 Hildesheim
Tel.: 05151-59617
Webseite: www.hauptsachemusik.nibis.de

„Vom Broadway bis zur Neuen Deutschen Welle“ -
Ausschnitte aus dem Musicalprogramm der BBS Alfeld

Ausschnitte aus dem Musical „ Der Kleine Vampir“ der Berufsbildenden Schule Alfeld

Die Musical AG entstand im Jahr 1997 aus dem Musikkurs der damaligen Oberstufe (12. & 13. Jahrgang) an den BBS Alfeld. Die Idee eines eigenen Musicals trieb die Gruppe zu Höchstleistungen und zusammen mit ihrem Lehrer Reinhold Schiewe wurde in zahlreichen Schulstunden und darüber hinaus an Texten und Melodien gearbeitet.

Mit dem „kleinen Horrorladen“ kam im Februar 1998 das erste Musical der Gruppe zur Aufführung. In drei Aufführungen begeisterte die noch unbekannte Gruppe in der Aula des Gymnasiums immerhin stolzen 1000 Besucher die Geschichte des Waisenjungen Seymour und der (menschen-)fleischfressenden Pflanze Audrey II zu präsentieren.

In den folgenden Jahren zeigte die Gruppe mit vielen weiteren Aufführungen, dass sie sowohl im Bereich der Showmusicals (HoneyHoney, BluesBrothers & SoulSisters), als auch in den ernsten Themen (Linie1, HAIR) souverän agieren kann.

Kontakt:
Berufsbildende Schule Alfeld
Hildesheimer Str. 55
31061 Alfeld
Tel.: 05181-7060
Webseite: www.bbsmusical.de

Chorklasse der Gunzelin Realschule Peine im Rahmen des
Aktionsprogramms Hauptsache: Musik

Im Schuljahr 2005/06 ging die erste Chorklasse der Gunzelin-Realschule an den Start. Ziel der damals 31 Jungen und Mädchen war es, so gut singen zu können, dass man sich damit auch in die Öffentlichkeit wagen kann. In der folgenden Zeit veranstaltete die Schule zahlreiche Veranstaltungen mit den jungen Sängerinnen und Sängern. So traten die Schülerinnen und Schüler schon in ihrem ersten Chorklassenhalbjahr in einem Weihnachtskonzert auf.

Im darauf folgenden Schuljahr gestalteten sie gemeinsam mit jungen Pianisten der Musischen Akademie/CJD Braunschweig ein Konzert zu Ehren des 250. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart in Peine und in Braunschweig.Chorklassen stellen als eine besondere Form des Klassenmusizierens das Singen in den Mittelpunkt des Musikunterrichts.

Die besonderen inhaltlichen Schwerpunkte einer Chorklasse finden sich:
im erweiterten Liedrepertoire,
in einer kindgerechten Stimmbildung,
in besonderen Formen der Liedvermittlung (Solmisation),
in der Anbahnung des mehrstimmigen Singens,
in der Steigerung der Freude am Singen sowie
in der Entwicklung eines sängerischen Selbstbewusstseins

Die Chorklasse bietet gegenüber den Formen des Klassenmusizierens mit Bläsern- oder Streichern den großen Vorteil, dass nicht erst Instrumente angeschafft und zusätzlich Instrumentalpädagogen hinzugewonnen werden müssen. Jedes Kind bringt seine Stimmbänder ja mit - und die Lehrkraft ebenfalls!

Kontakt:
Gunzelin-Realschule Peine
Gunzelinstr. 42, 31224 Peine
Tel.: 05171-7902710
Webseite: www.nibis.de/~gunzelin

"Respekt- Songs für Toleranz und Verständigung" und "Musik in Hainholz; Musikalisierung eines Stadtteils

Respekt ist ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit der schulischen Gewaltprävention konzipiert wurde. Das Projekt richtet sich in erster Linie an Jugendliche, die bislang durch Angebote der Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit nur marginal erreicht werden konnten, junge Menschen mit Migrationshintergrund, sozial bzw. familiär benachteiligte sowie auffällige, potenziell gewaltbereite Jugendliche.

Es handelt sich dabei um Musikworkshops, die von Profi-Musikern und Musikpädagogen der LAG Rock und des Landesmusikrates betreut werden. Ziel ist die Entwicklung eigener Songs, die sich mit den Themen Toleranz und Verständigung beschäftigen. Ein Schulhalbjahr lang arbeiten insgesamt zwölf Gruppen an mehreren ausgewählten Haupt- und Förderschulen in Niedersachsen im AG-Bereich in den Kursen

  • Rap
  • Gesang
  • Breakdance
  • Streetdance

Die SängerInnen und RapperInnen schreiben eigene Songtexte und studieren Gesang/Rap ein. Die TänzerInnen und BreakdancerInnen erarbeiten eine Tanzperformance zum Themenblock Toleranz, Respekt, Rassismus, Kreativität, Kompetenz, „meine Stärken“. Alle Gruppen arbeiten an einer gemeinsamen Performance, die u. a. heute am Präventionstag in Hannover präsentiert wird.

Kontakt:
LAG Rock in Niedersachsen e. V., Frau Vera Lüdeck
Emil-Meyer-Str. 28
30165 Hannover
Tel.: 0511-351609
Webseite: www.hauptsachemusik.nibis.de

Verkehrsunfallprävention
"Die letzte Sekunde deines Lebens"

Hessisches Bereitschaftspolizeipräsidium, IV. Bereitschaftspolizeiabteilung Kassel

Für Jugendliche ab 14 Jahre

Jedes Jahr sterben ca. 40.000 Menschen in Europa im Straßenverkehr. Ca. 25% "junge Fahrer und ihre Mitfahrer". Das entspricht ca. 333 Schulklassen. Die Bereitschaftspolizei Kassel und die Verwaltungsfachhochschule Kassel gehen seit 2003 neue Wege, um junge Fahrer und ihre Mitfahrer vor dem Unfalltod zu bewahren.

Mit einer aus jungen Polizeibeamten/innen bestehenden Rockband "Guns and Peppers" versuchen wir auf sehr emotionalem Weg, Schülerinnen und Schüler, ab Zielgruppe 14 Jahre zu erreichen,um ihnen sinnvoll klarzumachen, dass Alkohol, Drogen und Autofahren nicht zusammenpassen. Durch Livemusik und dazu eingespielte Unfallbilder erhoffen wir uns einen noch stärkeren Zugang zu dieser doch sehr schwierigen Zielgruppe zu bekommen. Und wir haben damit Erfolg! Im Jahr 2007 haben wir bei insgesamt 80 Veranstaltungen an Schulen, ca. 10.000 junge Menschen erreicht und die Nachfragen von Schulen geben uns Recht, in dem was wir tun. Auch Anfragen aus dem europäischen Ausland (Südtirol), lassen hoffen, dass durch das Projekt ein Signal für mehr Unfallpräventionsarbeit in Europa stattfindet, um junge Leute vor dem Unfalltod oder schweren Verletzungen zu bewahren.

Der Ton macht die Musik

Landespolizeidirektion Zentrale Dienste Sachsen
Für Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse

Neues Präventionsprogramm des Polizeiorchesters Sachsen gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit.

Achtung der Bus kommt

Polizeidirektion Dresden
Für Vorschulanfänger und Grundförderschüler

Ein Puppenspiel mit der Marionette "Flo", einem Schulanfänger der nach Schulschluss allein nach Hause geht. An der Bushaltestelle geschehen sonderbare Dinge, ein Fremder spricht ihn an und bittet um Hilfe! Flo muss das NEIN-SAGEN erlernen. Die Busfahrerin und POLDI, Kinderpolizist von Sachsen, helfen ihm dabei. Dieses Programm wurde im Jahr 2007 für insgesamt 3000 Dresdner Schulanfänger und Begleiter zur alljährlichen Veranstaltung der "Dresdner Neuesten Nachrichten" in der Freilichtbühne "Junge Garde" mit dem Polizeiorchester Sachsen aufgeführt.
Insgesamt 20 Veranstaltungen im Jahr 2007, für 7200 Teilnehmer, konnte dieses Stück mit POLDI und den Dresdnern PräventionssachbearbeiterInnen aufgeführt werden.

Die Themen sind:

  • Der Weg allein nach Hause
  • Das Verhalten an der Haltestelle
  • Das richtige Ein- und Aussteigen
  • Das Mitfahren mit dem Bus
  • Das Überqueren der Straße
  • Geh niemals mit Fremden mit – denk an das Zauberwort Geniemifremi!
  • Singen, das Lied "Mein Weg zur Schule ist nicht schwer"

Wagen 1322

Tilla Lingenberg - Theater der Jungen Welt Leipzig
Theater im Theaterbus - Für Jugendliche ab 14 Jahre

Die neunzehnjährige Jasmin ist viel zu früh Mutter geworden. Mit 16 kam das erste Kind, wenig später das zweite, die Väter haben sich derweil aus dem Staub gemacht. Nun steckt Jasmin fest zwischen ihrer Lust auf ein ungebundenes Leben, einer Mutter, die ihr mehr Vorwürfe macht als hilft, der Hoffnung auf einen neuen Freund und der Verantwortung für ihre zwei Kinder. Doch vorerst sitzt sie in einem Nachtbus, dessen Elektrik gerade ihren Dienst versagt und einer Busfahrerin gegenüber, die ihr nur zusätzlich Stress bereitet.

Aber auch für die ist die Situation prekär. Ohnehin am Rande eines Rausschmisses, ist Busfahrerin Anette auch privat überfordert. Hilfe ist nirgends in Sicht. In den gemeinsamen Stunden im Bus beginnen sich die beiden Einsamen anzunähern.

Da meldet das Lokalradio den Fund zweier Kinder, die verdurstet in ihrer Wohnung aufgefunden wurden. Anette kommt ein böser Verdacht.

„Marsis Zugerlebnisse“

Neues Präventionskonzept der Bundespolizei München
für Schülerinnen und Schüler der 3./4. Klassen

Die Bundespolizei richtet ihre Präventionsarbeit insbesondere auf den bahnpolizeilichen Aufgabenbereich aus. Ein Hauptanliegen ist es, in Schulen und Kindergärten Verhaltenstipps durch Polizeibeamte zu geben, um Unfälle mit Kindern im Umgang mit dem Verkehrsmittel Eisenbahn zu vermeiden. Im vergangenen Jahr kam es allein im Bereich des Bundespolizeiamtes München zu 250 Vorfällen mit Fehlverhalten im/am Gleisbereich.
Vor über zwei Jahren begann die Bundespolizei München mit den Vorbereitungen zu einen neuen, bundesweit ein-maligem, Präventionstheater. Mit dem Projekt namens „Marsi“ werden neue Wege gegangen, um Kinder aufzuklären und hinsichtlich Gefahren zu sensibilisieren.
Das in 5 Szenen gegliederte Theaterstück vermittelt Gefahrensituationen auf den Gleisen, an Bahnübergängen sowie auf dem Bahnsteig und zeigt richtiges Verhalten auf. Dieses geschieht durch drei Charaktere nämlich Marsi (vom Mars), Tonibär und einem Polizisten. Mittels mobiler Licht- und Tontechnik sowie einer aufwendigen Kulisse werden die Gefahrensituationen realitätsnah dargestellt, um einen bleibenden Eindruck zu erwecken. Im Anschluss bekommen alle Schüler entsprechende Broschüren, damit das Erlernte gemeinsam mit den Lehrern vertieft werden kann.

Rechts-radical chic sie weg!

Ein Theaterstück gegen rechte Gewalt
theaterpädagogische werkstatt Lagerhalle gGmbH, Osnabrück
Ein Junge, zuhause, in der Schule, auf dem Bolzplatz, auf dem Weg dorthin, in seiner Freizeit, allein ge-lassen, isoliert, seinen Ängsten überlassen. Er ist verliebt. Sie ist "anders". Und nun? - Er lässt sich von einer rechtsradikalen Gruppe anwerben, dort scheint er endlich einen "anerkannten" Platz für sich gefun-den zu haben. Die Familie – egal. Alkohol, Spaß, rechte Musik, Draufhauen - und sich endlich überlegen fühlen. Doch… was ist mit seiner Liebe?
Er muss sich entscheiden. Sein innerer Kampf ist auch sein äußerer Kampf. Er revoltiert. Allerdings – sich gegen die Gruppe zu entscheiden, scheint unmöglich. Mitgehangen - mitgefangen. Was tun? Wie stark ist er wirklich? Zweifel. Nun richtet sich die Gewalt gegen ihn selbst.

Schaukasten Konflikttheater

Zielpunkt Analyse: Gewalt im Blickpunkt

arco e. V., Wiesbaden
für Schülerinnen und Schüler ab der 5./6. Klasse

Szenen in unterschiedlichen Facetten zu den Themen Konflikt, Gewalt. Das arco-Jugendtheater spielt große und kleine Konflikte und analysiert mit Ihrer Hilfe Entstehung und Möglichkeiten der Verhinderung von Gewalt.

„Hinter die Linie zurück“

Alltagssituationen von drei Jugendlichen mit familiären Problemen, die Grenzen über-schreiten und dabei in eine gefährliche Situation rutschen.
Berliner Tschechow-Theater
Für Jugendliche ab 14 Jahren
Angie und Celine sind beste Freundinnen. Beide haben Schwierigkeiten mit ihren Eltern. Celines Vater betrügt seine Frau und die Zuflucht zum Alkohol und die Passivität ihrer Mutter macht Celine wütend. Im Kleinen rebelliert sie gegen die Bedrohung, die von der Geliebten des Vaters für ihre Familie ausgeht. Angie dagegen lebt mit ihrer Mutter allein; hinter deren liberalem Verhalten gegenüber der Tochter verbirgt sich, ein in der Vergangenheit begründetes, schlechtes Gewissen. Als ihre Mutter wieder Männerbesuch erwartet, wird Angie ins Kino geschickt, begleitet von Celine. Beide sehen Tarantinos "Kill Bill" den Ra-chenfeldzug der Schwarzen Mamba. Als Celine Konrad kennen lernt, der eine Waffe besitzt und unter dem Lover seiner Mutter zu leiden hat, finden die latenten Aggressionen der Jugendlichen eine unerwarte-te Möglichkeit, sich zu entladen.
Die Alltagsszenen dreier Jugendlicher zeigen die Geschehnisse innerhalb der Familien, Freundschaften, Zerwürfnisse, Hoffnungen und Sprachlosigkeit.

SLAM – oder die Kunst wieder aufzustehen

Ein selbst erarbeitetes Stück von Schülerinnen und Schülern der Helene-Lange-Schule über Schicksale Jugendlicher
Für Jugendliche ab 14 Jahren
Helene-Lange-Schule, Wiesbaden
Wilkommen bei "SLAM - ...oder die Kunst wieder aufzustehen."
Kunstprojekte im Bereich Theater und Film gehören an der Helene Lange Schule in Wiesbaden zum Schulalltag. Aber, eine Klasse muss sich dafür stark machen und es wollen. So bewarben sich im Sommer 2006 die Schüler der Klasse 9b für ein Theaterprojekt mit dem Wunsch, Musik, Tanz und Schauspiel in einem Stück zu vereinen. Die ‚West Side Story’ von Leonard Bernstein stand im Hintergrund Pate für die Idee, ein Thema zu bearbeiten, das ganz nah an eigenen Erlebnissen zu finden ist: es soll um Liebe ge-hen, Freundschaften und Feindschaften, um Bandenkriege und fehlende Integration.
„Wir wollten auf der Bühne lieben, stressen, aggro sein, batteln, dissen, chillen, schmellen, rippen, rappen, rocken, hoppen…“.

„RapGuys“

Hip Hop-Gruppe aus Klarenthal in Wiesbaden
Die Rapguys sind zwischen 12 und 15 Jahren alt und haben seit ihrer ersten CD, über zehn Bühnenauftrit-te hinter sich gebracht. Nicht nur das, sie wurden über Wiesbadens Grenzen hinaus bekannt durch ihren Song über ihren Stadtteil.
Klarenthal mit dem schönen Gemeinschaftszentrum ist der Sitz ihrer Proberäume, wo es jede Woche heiß hergeht. Auf ihrer Homepage kann man sich neben einigen Songs auch andere coole Dinge ansehen, die sich großer Beliebtheit erfreuen. (www.rapguys.de). Heute erwartet die Gäste eine Mischung von älteren und ganz neuen Liedern. Schon jetzt versprechen die Jungs, für gute Stimmung zu sorgen!

„Flasche leer“ – ein Stück zum Thema Alkohol

Schauspielkollektiv Lüneburg
Für Jugendliche ab der 8./9. Klasse

Die Tür wird aufgerissen und jemand stößt einen Schauspieler in das Klassenzimmer. Der Schauspieler David Aschinger soll ein Stück mit dem Titel "Flasche leer" spielen. Er hat als Requisit eine Plastikflasche, in der sich, der Theaterkonvention gemäß, schwarzer Tee als Whisky-Ersatz befindet. Er erzählt von der Rolle, die er in diesem Stück spielen soll: Knut, ein Alkoholiker. Er versichert öfter, dass er bald anfangen wird, das Stück zu spielen, aber immer wieder kommt er auf seine eigene Erfahrung mit dem Alkohol zu sprechen. Er erzählt, teils von Knut, teils von sich, die Geschichte einer sich immer rasanter entwickeln-den Trinker-Karriere. Bald wird klar, dass er das Stück nie spielen wird, dass wir bereits mittendrin in dem Stück sind, dass wir ein Stück über ein nicht gespieltes Stück sehen.
Bald ahnt man ebenso, dass sich in der vermeintlichen Teeflasche wohl doch Whisky befindet, denn Aschinger wird immer redseliger und seine Bewegungen, werden öfter fahrig und unkontrolliert.
Gegen Ende fordert er die Schüler auf, bei dem folgenden theaterpädagogischen Gespräch zu sagen, er hätte das Stück gespielt. Aschinger lädt sie ein, seine Komplizen zu werden. Doch ist es tatsächlich die Geschichte einer wegen Trunkenheit ausgefallenen Theatervorstellung? Oder erleben die Schüler die ganze Zeit eine Theatervorstellung? Spielt Aschinger oder spielt er nicht? Die Schüler werden dazu gezwungen, Stellung zu beziehen, müssen selber entscheiden und beginnen mit der Zeit die Lebenslügen und Verdrängungsmechanismen zu erkennen, die den Alltag eines Süchtigen prägen. Reffert erzählt eine beispielhafte Trinker-Karriere, die ohne erhobenen Zeigefinger transportiert wird und gerade deshalb so schmerzt.